Am 12.09.2019 versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus 200 Kommunen, Stadtwerken und Unternehmen in der oberpfälzischen Stadt Amberg. Anlass war die erste bayernweite Netzwerkkonferenz an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, welche vom Netzwerkträger Institut für Energietechnik IfE GmbH (IfE) durchgeführt wurde.

Das Ziel der Energieeffizienz-Netzwerke ist es, den Energieverbrauch durch gegenseitige Unterstützung und stetiges voneinander Lernen zu senken. Das IfE betreut aktuell 20 solcher Netzwerke in Bayern mit insgesamt 200 teilnehmenden Kommunen, Stadtwerken und Unternehmen mit Förderung des Bundes.

Sich überregional auszutauschen und einen Einblick in aktuelle Innovations- und Forschungsthemen der OTH Amberg-Weiden zu gewinnen, das war das Ziel des “Cross Clustering” oder auch vereinfacht genannt das Netzwerktreffen der Netzwerke. Der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat Albert Füracker betonte in seinem Grußwort, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen dem Institut, der OTH und den Unternehmen sei, um die Energiewende voranzutreiben. “Was hier gemacht wird, das hat einen echten Nutzwert”, so Staatsminister Albert Füracker.

In der anschließenden Podiumsdikussion standen Herr Ingo Schroers (Bayernwerk AG), Herr Jürgen Beyer (Stadtwerke Bayreuth), Frau Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (Stadt Marktheidenfeld), Herr Michael Ascherl (Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH) und Frau Prof. Dr. Andrea Klug (Präsidentin der OTH Amberg-Weiden) Rede und Antwort zu aktuellen Fragestellungen der Energiewende.

Nach der Podiumsdiskussion konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Netzwerkkonferenz in vier Fachvorträgen zum Inhalt der Netzwerkarbeit informieren.

Manuel Münch, Klimaschutzmanager des Landkreises Berchtesgadener Land, referierte zum Thema “Digitaler Energienutzungsplan” und erklärte, dass der Erfolg eines solchen Projekts maßgeblich von konkreten, umsetzungsorientierten Projekten abhänge. Die Kommunen des Landkreises konnten aufbauend auf den digitalen Energienutzungsplan ca. 9 Mio. Euro in konkrete Projekte investieren.

Der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Bamberg Robert Martin knüpfte mit seinem Fachvortrag “E-Mobilitätskonzept im Landkreis Bamberg” an und stellte heraus, dass die Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten sei. Entscheidend ist die gezielte, stetige Motivation in den Kommunen.

Der Geschäftsführer der HEWA GmbH, Harald Kiesl, referierte zum Thema “Digitalisierung und Energieversorgung im ländlichen Raum”. Er zeigte anhand eines konkreten Projekts den Mehrwert der Digitalisierung für Stadtwerke durch die Entwicklung neuer Geschäftsfelder auf.

Norbert Zösch, Geschäftsführer des Stadtwerks Haßfurt, erläuterte den Zuhörern anhand umgesetzter Projekte, wie innovative Ansätze in der Sektorenkopplung den Anteil erneuerbarer Energien steigern können. Insbesondere ging er hierbei auf den Einsatz von Power to Gas als zukunftsfähige Technologie ein.

Prof. Dr. Markus Brautsch fasste die Netzwerkkonferenz zusammen: “Erstmals wurde in dieser Form ein Netzwerktreffen der Netzwerke hier bei uns an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Amberg ausgetragen. Unser Ziel war es, dass Teilnehmer aus den einzelnen Netzwerken über den Tellerrand blicken können und somit die Möglichkeit erhalten, sich fachlich mit Vertretern der weiteren Unternehmen auszutauschen. Ihre Beteiligung und Ihr Feedback zeigen, dass dieses Ziel erreicht wurde.”

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