mit Energieeffizienznetzwerk zur Umsetzung der ausgearbeiteten Maßnahmen

Die Klimaallianz ist ein Zusammenschluss der Gemeinden im Landkreis Bamberg und der kreisfreien Stadt Bamberg zu einer gemeinsamen Klima- und Energieagentur

Energienutzungsplan

 Ziel des Projektes ist es, den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern und den sparsamen, effizienten Umgang mit Energie durch den zielgerichteten Einsatz finanzieller Mittel zu fördern. Der Energienutzungsplan wurde zu 70 % vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (StMWi) gefördert.

Basierend auf einer umfassenden Datenerfassung wurden zunächst kommunenspezifisch die Energie- und CO2-Bilanzen im Ist-Zustand für das Bilanzjahr 2014 erstellt. Dabei wurden die drei Verbrauchergruppen „Private Haushalte“, „Kommunale Liegenschaften“ und „Wirtschaft“ definiert. Aufbauend auf der Bestandsanalyse wurde für jede Kommune ein straßenweises Wärmekataster erarbeitet. Mit rund 42 % kann der größte Endenergieeinsatz dabei der Beheizung der Haushalte zugeordnet werden. Der höchste Stromverbrauch liegt im Bereich „Wirtschaft“, welcher ca. 21 % des gesamten Endenergieeinsatzes ausmacht.

Im nächsten Schritt wurde verbrauchergruppenspezifisch untersucht, welche Energieeinsparpotenziale und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz bis zum Jahr 2030 realistisch ausgeschöpft werden können und welche Potenziale zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Betrachtungsgebiet vorhanden sind. In der Stadt Bamberg liegen hier die Potenziale vor allem bei der energetischen Nutzung der vorhandenen Dachflächen zur Strom- und Wärmeerzeugung in Form von Photovoltaik und Solarthermie. Im Landkreis existieren darüber hinaus große Potenziale bei der Windkraftnutzung, welche in den vergangen Jahren weitgehend ausgebaut wurden. Basierend auf den Potenzialberechnungen konnten für jede Kommune realistische, strategische Zielvorgaben zum bilanziellen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch ermittelt werden. Zur Verwirklichung des ambitionierten Klimaschutzfahrplans der Klima- und Energieagentur Bamberg wurde der primäre Schwerpunkt des Energienutzungsplanes auf die Entwicklung eines lokal greifbaren und realistisch umsetzbaren Maßnahmenkatalogs gelegt. So wurden für jede Kommune konkrete Projektideen zu den Themen Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbarer Energien entwickelt. Um im Rahmen dieses Konzeptes erste Maßnahmen direkt anzustoßen, wurden 15 exemplarische Leuchtturmprojekte umfassend auf technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin geprüft.

Kommunales Effizienznetzwerk

Zur Weiterentwicklung und Umsetzung der ausgearbeiteten Maßnahmen wurde im Oktober 2017 ein kommunales Effizienznetzwerk mit Förderung durch das BAFA gegründet. Hauptziel der dreijährigen Netzwerkarbeit (Laufzeit von 2017 bis 2020) in den teilnehmenden zwölf Kommunen ist das Erreichen definierter Klimaschutzziele durch die kontinuierliche Begleitung und praxisbezogene Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs in der Kommune. Primär sollen die vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem vorhergehenden Energienutzungsplan umgesetzt werden. Die Kommunen versprechen sich aus dem dreijährigen Projekt zum einen konkrete, fachliche Impulse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Steigerung der Energieeffizienz durch die technisch-wissenschaftliche Beratung des IfE. Zum anderen wollen die Partner gegenseitig voneinander lernen und sich über die realisierten Projekte regelmäßig in den vierteljährlich stattfindenden Netzwerktreffen austauschen.

Auftraggeber

LANDRATSAMT BAMBERG

Robert Martin, Fachbereich Klimaschutz

Laufzeit des Projekts

Energienutzungsplan: Dezember 2015 – März 2017 Effizienznetzwerk:       Oktober 2017 – September 2020

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